Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
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Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen / San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

01. Juli 2017

Besuch nach fast 30 Jahren

Hier ein kurzen Bericht unseres Gründungsmitgliedes Gerhard Dilger, von seiner Visite in San Juan del Sur.
Gerhard  war nach seinen Tätigkeiten als Buchhändler, Lehrer, Autor, Übersetzer und Redakteur Auslandskorrespondent. In den Jahren 1997/98 berichtete er für die kolumbianische Tageszeitung "El Tiempo" aus Deutschland, seit 1999 war er für deutschsprachige Medien in Südamerika aktiv, neben der Berliner Tageszeitung (TAZ) schrieb er unter anderem für den österreichischen Standard (Wien). Seit 2013 leitet er das Rosa-Luxemburg Büro in São Paulo.

Gerhard und Leonel in San Juan del Sur

Liebe Gipanic-compas,


29 Jahre nach meinem vorigen Besuch in San Juan del Sur im August 1988 war die Rückkehr spannend. Wie San Juan del Sur gewachsen ist seither, wisst Ihr ja selbst, doppelt so viele Einwohner und ca. 30 Mal so viele Hotels und andere Unterkünfte. Und der Tourismusboom soll weitergehen, schon jetzt kommen immer mehr Kreuzfahrtschiffe in die Bucht.

 

Da wir nur ganz kurz da waren, hat es nur nur zu zwei Treffen mit Leonel und César Guadamuz, heute Leiter der mächtigen Hafenbehörde, gereicht,  Fabiola war leider krank, Antonia Mendoza außerhalb unterwegs, zu dem Projekt von Fundacion Tierra wusste Leonel nichts zu sagen.

 

Mit César haben wir kurz in Erinnerungen geschwelgt, in die aktuelle politischen Lage konnten wir leider nicht einsteigen. Mit Leonel, den Ihr ja selbst erst vor kurzem erlebt hat, ging das schon besser. Er ist ja ein redlicher Basisaktivist und dabei treuer Regierungsanhänger, die sandinistischen  Dissident*innen findet er zwar ehrenwert, aber doch irgendwie „extremistisch“. Er hingegen begrüßt die Abkehr Ortegas & Co. von den „ideologischen“ 80ern und genießt ganz einfach den Frieden, ähnliches haben wir oft gehört. Ansonsten haben wir uns viel über Gießen unterhalten!
 
Dann haben wir noch eine bezeichnende Geschichte gehört: Sergio Ramírez war im Februar zu einem Festakt an einer Privatschule in San Juan del Sur, und die zwei sandinistischen Funktionärinnen (von der Bildungsbehörde bzw. der Stadt), die auch hingingen, wurden anschließend deswegen entlassen.

 

Anschließend waren wir noch auf Ometepe, in Granada, Matagalpa und Masaya, wo ich „meine“ Familie aus dem Jahr 1984 wiedergetroffen habe, das war wunderbar. Von  meinen „Geschwistern“, einfache Leute, unpolitisch bis eher orteguistisch, habe ich noch ein bisschen mehr über die derzeitigen Verhältnisse erfahren, von der Vetternwirtschaft auf kommunaler Ebene bis zur Macht der Präsidentenfamilie...

 

Im Süden des Landes, zu beiden Seiten des Nicaraguasees, ist der Widerstand gegen das Kanalprojekt erheblich, das macht Hoffnung.
Trotz allem, die Nicas lassen sich nicht unterkriegen, das was so ein Fazit meiner viel zu kurzen Wiedersehensreise, ich hab wieder richtig Lust bekommen, näher dran zubleiben. Auch dass Ihr mit Gipanic all die Zeit weitergemacht hat, finde ich klasse!

 

14. Februar 2018

Es war wie nachhause kommen

Eine sehr erfolgreiche Visite in unserer Partnerstadt in Nicaragua ist gelungen. Eine zehn-köpfige Delegation reiste vom 19.-27.Januar in das mittelamerikanische Land, darunter die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Stadträtin Astrid Eibelshäuser und die Stadtverordnete Christiane Janetzky-Klein sowie weitere Interessierte, begleitet von einem Teil des Vorstandes des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen mit San Juan de Sur und Region in Nicaragua e.V. kurz gipanic. Dieser hatte die Reise bereits im letzten Jahr geplant und organisiert. OB Dietlind Grabe-Bolz sagte rückblickend: "Die herzlichen Begegnungen und die interessanten Besuche verschiedener Projekte und Institutionen hinterlassen prägende
Eindrücke und machen eine lebendige Partnerschaft aus".

 

Im vergangenen November fanden in Nicaragua Kommunalwahlen statt und im Januar wurde die neue Bürgermeisterin von San Juan del Sur, Mayra del Socorro Solís Briceño von der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) in ihr Amt eingeführt. An ihrer Seite steht der Vize-Bürgermeister Randall Granja Fajardo von der Partido Liberal Constitucionalista (PLC).

 

Ein ausführlicher Bericht zur Reise findet sich im Archiv hier

Das Foto entstand in der neuen Hafenanlage von San Juan del Sur im Januar 2018
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