Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Surin Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik

Hier finden Sie uns:

Rufen Sie einfach an

+49 641 25169 oder

nutzen Sie unser Kontaktformular.

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

32 Jahre Städtepartnerschaft Gießen mit

 

San Juan del Sur   1986 - 2018

10. Januar 2018

100 Projekte seit 1986

Unsere Sammlung von Projekten hat nun die Nummer 100 seit dem Jahr 1986 erreicht. Das Vorhaben einhundert steht für das Ziel die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken. Gemeinsam mit dem Rathaus in San Juan de Sur wurde ein Vielzahl von Seminaren, Workshops und Schulungen geplant. Unterstützt werden die Maßnahmen durch die Organisation Colectivo de Mujeres Matagalpa (CMM - Frauenkollektiv Matagalpa).

Rathaus San Juan del Sur

Das Frauenbüro im Rathaus hat in den letzten Jahren große Erfolge bei der Aufgabe zur Stärkung der Position der Frauen erzielt. Es besteht allerdings noch die Notwendigkeit auf spezifische Probleme einzugehen, wie beispielsweise die politische Teilhabe, die Thematik der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, sowie weitere Themen der Menschenrechte, Kinderrechte und Jugendrechte. Ein Problem in Nicaragua ist noch immer der Tod von entbindenden Müttern und der neugeborenen Kinder, da oftmals die notwendigen Medikamente fehlen.

 

Schwangere Frauen aus der ländlichen Region von San Juan del Sur wird angeboten, die letzten zwei Wochen vor der Entbindung im „Haus für werdende Mütter“ zu verbringen. Diese Maßnahme dient dazu Schwierigkeiten, die kurz vor der Geburt auftreten können, zu erkennen und zu verhindern. In dieser Zeit werden Kurse zur Einkommensverbesserung für die werdenden Mütter angeboten. Die Themen dieser Kurse sind: Handwerk, Nähen, Erstellen von Piñatas (Dekorierte Figuren).

 

Weiter werden Veranstaltungen für Jugendliche angeboten, wie beispielsweise Umweltthemen, bei denen die Jugendlichen in Wiederaufforstungen und Küstenreinigung eingebunden werden.

 

Speziell für Frauen sind Schulungen in den Themen der Führung, Selbstwertgefühl, Schutz vor häuslicher Gewalt und Workshops zum Thema Kunsthandwerk, sowie Erstellen von Piñatas vorgesehen. Ziel dieser Projekte ist es die reale und effektive Teilnahme der Frauen bei der Entscheidungsfindung zu stärken.

 

Mit dem Colectivo de Mujeres Matagalpa, die schon in der Vergangenheit entsprechende Seminare realisierten ist ein Austausch und die Unterstützung in den Schulungen geplant, wobei es um die Umsetzung des erlernten im täglichen Leben geht.

 

Bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinde San Juan de Sur, der Stadt Gießen, sowie einem Zuschuß aus der Vereinskasse.

 

Weitere Informationen stehen hier

 

Hier findet sich eine Liste aller Projekte seit 1986 in einer Übersicht

17. November 2017

Cervantes-Preis für Sergio Ramírez

Sein Heimatland Nicaragua hat Sergio Ramírez wie kaum ein Zweiter geprägt. Kulturell und intellektuell, sowie im sozialen und politischen Bereich.

 

Der spanische Cervantes-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den nicaraguanischen Schriftsteller, Ex-Politiker und Menschenrechtler Sergio Ramírez für sein Lebenswerk. Der Premio Cervantes ist der Literaturnobelpreis der spanischsprechenden Länder.

 

Er fühle sich sehr geehrt, sagte der 75 Jahre alte Autor am Donnerstag. „Ich widme diesen Preis meinem Land, seinen Schriftstellern und Dichtern, weil ich Poesie in mir trage.“

 

Sein Heimatland Nicaragua hat Sergio Ramírez wie kaum ein Zweiter geprägt. Kulturell und intellektuell, aber auch im politischen und sozialen Bereich. Mit 75 Jahren wird der Autor und Menschenrechtler mit dem höchsten spanischen Literaturpreis geehrt. – Quelle: https://www.svz.de/18345051 ©2017

Ramirez lebte zwischen 1973 und 1975 als Stipendiat des Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes e. V. (DAAD) in West-Berlin. Als Mitglied der FSLN und Initiator der Gruppe der Zwölf (einem der FSLN nahestehenden Bündnis von zwölf nicaraguanischen Intellektuellen) hielt er während des Kampfes gegen Anastasio Somoza und in der Folgezeit Kontakt mit der Sozialistischen Internationale und der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung. Nach dem Sturz der Diktatur 1979 war er zunächst Mitglied der fünfköpfigen Regierungsjunta und von 1984 bis 1990 Vizepräsident. Inzwischen zählt er jedoch zu den größten Kritikern des wieder regierenden Präsidenten Ortega.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: Tagesspiegel.de

 

10. November 2017

Neue Bürgermeisterin in San Juan del Sur

Foto: Quelle www.el19digital.com

Offiziellen Angaben zufolge hat die Regierungspartei von Präsident Ortega die Kommunalwahlen vom Sonntag mit rund 68 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Beteiligung lag nach Angaben des Wahlrats zwischen 52 und 53 Prozent.

In San Juan del Sur erreichte die FSLN fast 88% der Stimmen.

Hier findet man die Ergebnisse nach Regionen, bis hin zum einzelnen  Wahllokal.

 

Frau Mayra del Socorro Solís Briceño ist die neue Bürgermeisterin und Radall Granja Fajardo wurde neuer Vizebürgermeister von San Juan del Sur.

 

Die Wahlergebnisse haben in verschiedenen Gemeinden Zerwürfnisse und Proteste ausgelöst. Es wurden 5 Tote und 34 Verletzte gezählt. Die FSLN gewann laut Consejo Supremo Electoral (CSE zuständiger Wahlrat) 132 Rathäuser, die PLC 11, Ciudadanos por la Libertad 7 und die ALN 1. Diese drei Parteien haben wie die OAS die Ergebnisse bereits gebilligt. Lediglich die Yatama akzeptierte die Ergebnisse in der Nordkaribik nicht.

 

Link zur Tageszeitung La Prensa in Nicaragua

 

12. Oktober 2017

Die Städtepartnerschaft verliert eine langjährige Freundin

Unsere langjährige Projektpartnerin Frau Lilliam del Socorro Reyes Guerrero ist gestern verstorben. Mit Lilliam und der Organisation Asociación Mujeres Bahía "Gaspar García Laviana" realisierten wir viele unterschiedliche Vorhaben, immer mit dem Ziel die Lebensumstände der Menschen zu ver-bessern. Naturmedizin durch den Anbau von Heilpflanzen, bis hin zur noch heute laufenden Förderung von weiterführendem Schul-unterricht  für die ländlichen Siedlungen La Tortuga und Bernadino Díaz Ochoa sind einige gemeinsame Unternehmungen.
In 2010 besuchte Lilliam gemeinsam mit ihrem Sohn Gaspar zuletzt Gießen. Sie hat für die Gießener Städtepartnerschaft eine wichtige Arbeit geleistet. Wir danken Ihr dafür.

09. Oktober 2017

Tropensturm "Nate" zu Hurrikan hochgestuft mindestens 28Tote

 

Erste Detailmeldungen aus San Juan del Sur erreichen uns.

 

Carlos Guzman schreibt uns, dass sie eine sehr harte Zeit in San Juan del Sur infolge der Sturmkatastrophe überstehen mussten. Mehrere Tage war der Ort ohne Strom und Trinkwasser. Viele Menschen mussten ihre Hütten und Häuser vor den eindringenden Wassermassen schützen und die Dächer mit Plastikplanen notdürftig abdichten. Nur über hölzerne Bohlen waren einige Gebäude erreichbar. Die Meereswellen während der Flutzeiten waren so wuchtig, dass im Hafen und vor dem Strand viele große und kleine Fischerboote völlig zerstört wurden. Guzman nennt dies eine "maritime Katastrophe". Die zerstörenden Wellen verwüsteten den Strand, Flüsse traten über die Ufer und viele Bäume wurden umgeknickt. Sogar der neue Supermarkt "Pali" am Ortsausgang wurde beschädigt und bei der Tankstelle wurde die Straße neben dem Fluss San Juan völlig zerstört.

 

Faviola del Carmen Padilla Munguia vom Katastrophenschutzzentrum des Rathauses von San Juan del Sur hat noch schlechtere Nachrichten, sie spricht inzwischen von einem Toten und einem Vermissten im Ort.

 

 

06. Oktober 2017

Sturm "Nate" wirbelt über Mittelamerika, mindestens 22 Tote

Vor allem Nicaragua ist betroffen - Erdrutsche und Überschwemmungen sorgen für Chaos. Auch in Costa Rica wurde der Notstand ausgerufen.

 

Mindestens 25 Menschen sind in Zentralamerika durch den Tropensturm "Nate" ums Leben gekommen. Allein in Nicaragua wurden 15 Menschen unter anderem durch Erdrutsche und Überschwemmungen getötet, wie Vizepräsidentin Rosario Murillo mitteilte.

 

In Nicaragua hatte starker Regen in den vergangenen zwei Wochen bereits die Flüsse zum Anschwellen gebracht und das Erdreich aufgeweicht.

Für das gesamte Land galt eine Katastrophenwarnung, alle Schulen waren geschlossen. Zwei Frauen und ein Mann, die für das Gesundheitsministerium des Landes arbeiteten, seien bei einem überfluteten Kanal im Bezirk Juigalpa von den Wassermassen mitgerissen worden, sagte Murillo.

 

In Nandaime, ca. 50 km nördlich von San Juan del Sur, hat er besonders schwer gewütet. Auch in San Juan hat es größere Schäden gegeben: Die Schulen blieben geschlossen und derzeit gibt es dort noch immer kein Wasser im Ort und der Strom ist ebenfalls abgeschaltet. Wir warten auf nähere Informationen.

 

 

Weitere Meldungen unter:


https://www.nzz.ch/panorama/mindestens-2o-tote-in-tropensturm-nate-in-zentralamerika-ld.1320421

http://latina-press.com/news/242097-tropensturm-nate-mindestens-25-tote-in-zentralamerika-update/

http://www.tagesschau.de/ausland/nate-101.html
 

Nicaragua: Reise- und Sicherheitshinweise Auswärtigesamt

 

 

01. Oktober 2017

Besuch aus San Juan del Sur in Gießen

Von links: Gloria, Mariela und Bruno

Die Gäste aus San Juan del Sur kamen am Dienstag 26. September pünktlich und sehr gut gelaunt in Gießen an. Unser kleines Besuchspro-gramm führte sie am Mittwoch bei strahlendem Sonnen-schein zur San Juan Bank in der Wieseckaue.

"Oh, dass ist ja unsere Bank" riefen sie begeistert aus,
um gleich darauf die Sitzgelegenheit zu testen.

Das Herbstlaub und die bunten Farben der Natur waren ein besonderes Erlebnis.

Im Oberhessischen Musem wurde das Modell der Gießener Altstadt besucht und nach dem Besteigen des Stadtkirchturms bekamen die Gäste bei sonnigem Wetter ein Überblick.

06. Oktober 2017

Ein toller Erfolg - Tanzperformance mit Tänzerinnen und Tänzern aus drei Gießener Partnerstädten und Gießener Tänzern

Gäste aus San Juan del Sur sind dabei.

Gemeinsam Kontinente verbinden

Die Gäste aus Nicaragua waren zu einer gemeinsamen Tanzperformance mit den anderen Städtepartnerschaften eingeladen. Jeweils drei Tänzerinnen und Tänzer aus den Gießener Partnerstädten Netanya (Israel), San Juan del Sur (Nicaragua) und Wenzhou (VR China) sind der Einladung des Magistrats der  Universitäts-stadt Gießen gefolgt. Gemeinsam mit vier Tänzern und Tänzerinnen aus Gießen und dreieinhalb harten Trainingstagen unter Leitung der Tanzpädagogin Terrry Pedersen Pfeiffer stellten sie eine Tanzperformance und ihre Tanzkultur über die Ozeane hinweg am 03. Oktober im Kleinen Saal der Kongresshalle vor. Nur wenige Plätze blieben unbesetzt und das begeisterte Publikum erlebte eine unvergesslichen Nachmittag. Man konnte spüren wie der Funke des Gemein-samen bei den Tänzern und Tänzerinnen ein loderndes Feuer entfachte. Über alle Grenzen und kulturellen Unterschieden hinweg wurde ein phantastisches Zusammenspiel präsentiert.

Etwas Besonderes war dabei die Live-Musik Begleitung zur Tanzperformance mit Harfe (Cordula Poos) und Percussion (Markus Reich).

Frau Stadträtin Astrid Eibelshäuser überreicht nach dem gelungenen Auftritt einen Strauß an Terrry Pedersen Pfeiffer.

01. Juli 2017

Besuch nach fast 30 Jahren

Hier ein kurzen Bericht unseres Gründungsmitgliedes Gerhard Dilger, von seiner Visite in San Juan del Sur.
Gerhard  war nach seinen Tätigkeiten als Buchhändler, Lehrer, Autor, Übersetzer und Redakteur Auslandskorrespondent. In den Jahren 1997/98 berichtete er für die kolumbianische Tageszeitung "El Tiempo" aus Deutschland, seit 1999 war er für deutschsprachige Medien in Südamerika aktiv, neben der Berliner Tageszeitung (TAZ) schrieb er unter anderem für den österreichischen Standard (Wien). Seit 2013 leitet er das Rosa-Luxemburg Büro in São Paulo.

Gerhard und Leonel in San Juan del Sur

Liebe Gipanic-compas,


29 Jahre nach meinem vorigen Besuch in San Juan del Sur im August 1988 war die Rückkehr spannend. Wie San Juan del Sur gewachsen ist seither, wisst Ihr ja selbst, doppelt so viele Einwohner und ca. 30 Mal so viele Hotels und andere Unterkünfte. Und der Tourismusboom soll weitergehen, schon jetzt kommen immer mehr Kreuzfahrtschiffe in die Bucht.

 

Da wir nur ganz kurz da waren, hat es nur nur zu zwei Treffen mit Leonel und César Guadamuz, heute Leiter der mächtigen Hafenbehörde, gereicht,  Fabiola war leider krank, Antonia Mendoza außerhalb unterwegs, zu dem Projekt von Fundacion Tierra wusste Leonel nichts zu sagen.

 

Mit César haben wir kurz in Erinnerungen geschwelgt, in die aktuelle politischen Lage konnten wir leider nicht einsteigen. Mit Leonel, den Ihr ja selbst erst vor kurzem erlebt hat, ging das schon besser. Er ist ja ein redlicher Basisaktivist und dabei treuer Regierungsanhänger, die sandinistischen  Dissident*innen findet er zwar ehrenwert, aber doch irgendwie „extremistisch“. Er hingegen begrüßt die Abkehr Ortegas & Co. von den „ideologischen“ 80ern und genießt ganz einfach den Frieden, ähnliches haben wir oft gehört. Ansonsten haben wir uns viel über Gießen unterhalten!
 
Dann haben wir noch eine bezeichnende Geschichte gehört: Sergio Ramírez war im Februar zu einem Festakt an einer Privatschule in San Juan del Sur, und die zwei sandinistischen Funktionärinnen (von der Bildungsbehörde bzw. der Stadt), die auch hingingen, wurden anschließend deswegen entlassen.

 

Anschließend waren wir noch auf Ometepe, in Granada, Matagalpa und Masaya, wo ich „meine“ Familie aus dem Jahr 1984 wiedergetroffen habe, das war wunderbar. Von  meinen „Geschwistern“, einfache Leute, unpolitisch bis eher orteguistisch, habe ich noch ein bisschen mehr über die derzeitigen Verhältnisse erfahren, von der Vetternwirtschaft auf kommunaler Ebene bis zur Macht der Präsidentenfamilie...

 

Im Süden des Landes, zu beiden Seiten des Nicaraguasees, ist der Widerstand gegen das Kanalprojekt erheblich, das macht Hoffnung.
Trotz allem, die Nicas lassen sich nicht unterkriegen, das was so ein Fazit meiner viel zu kurzen Wiedersehensreise, ich hab wieder richtig Lust bekommen, näher dran zubleiben. Auch dass Ihr mit Gipanic all die Zeit weitergemacht hat, finde ich klasse!

 

  • Informationen zu geplanten Veranstaltungen finden Sie hier

  • Zu aktuellen Projekten bitte hier klickem.

  • Zu Nachrichten aus Nicaragua oder andere Themen klicken Sie bitte hier.

Unser aktuelles Falltblatt

ePaper
Themen sind unsere Projekte und die Vereinsarbeit

Teilen:
Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2017 Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.