Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
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Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen / San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

 

32 Jahre Städtepartnerschaft Gießen mit

 

San Juan del Sur   1986 - 2018

 

Informationen zur aktuellen Situation in Nicaragua finden Sie unter :

Nachrichten aus Nicaragua

02. Januar 2019

 

Neujahrsempfang der Gießener Partnerstädte

 

Die Partnerstädte der Stadt Gießen veranstalten am Samstag  26.01.2019 um 13 Uhr im Netanya Saal, Altes Schloß, Gießen den dritten Neujahrsempfang der Partnerstädte unter dem Motto „Sport verbindet die Partnerstädte“.

 

Alle Bürger der Stadt Gießen sind herzlich zu diesem Empfang eingeladen.

 

Neben Informationen zu den Partnerstädten werden wieder Speisen und Getränke, sowie eine musikalische Bekleitung geboten.

 

Am Stand zu San Juan del Sur wird der nicaraguanische Justus-Kaffee ausgeschenkt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

                                                                                                                           Der Eintritt ist frei

21. Dezember 2018

 

FDP scheitert mit ihrem Antrag

Trotz weiteren Vorwürfen gegen Magistratsmitglieder und unseren Verein, die sandinistische Diktatur zu unterstützen, fand der Antrag der FDP- Fraktion keine Mehrheit in der Stadtver-ordnetenversammlung. Die zum Teil heftige Diskussion wurde nicht immer sachlich geführt. Am Ende entschied sich eine klare Mehrheit dafür, Städtepartnerschaften gerade in Zeiten von extremen politischen Veränderungen, Willkür und Repression gegen die Bevölkerung weiter zu führen und zu unterstützen. Sie sollen ein solidarischer Beitrag für die Verbesserungen der Lebensverhältnisse der Menschen in den Partnerstädten sein.

 

 

 

17. Dezember 2018

 

FDP-Fraktion stellt Antrag auf Aussetzung der Städtepartnerschaft mit San Juan del Sur

 

Am 18.11.2018 stellt die FDP-Fraktion an das Gießener Stadtparlament den Antrag auf Aus-setzung der Städtepartnerschaft. In der Begründung beziehen sich die Antragssteller auf die fehlenden demokratischen Zustände im Land und die Verfolgung von Demonstranten mit Waffengewalt. Weiter heißt es in der Begründung:"Vielleicht kann das Aussetzen dieser Partnerschaft einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass das sandinistische Regime zur Besin-nung kommt und den Weg frei macht für allgemeine und freie Wahlen in dem geschundenen mittelamerikanischen Land."   Der Antrag trägt die Vorlagennummer STV/1440/2018 und kann unter https://www.giessen.de/Rathaus_und_Service/Stadtparlament/Parlamentsinfo/  eingesehen werden.

 

Im Haupt-, Finanz-, Wirtschafts-, Rechts- und Europaausschuss wurde der Antrag am Montag 10.12.2018 beraten. Die abschließende Entscheidung wird in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag 20. Dezember 2018 im Rathaus getroffen.

https://www.giessen.de/index.phtml?mNavID=1894.281&sNavID=1894.281&La=1

 

Ein Aussetzen der Städtepartnerschaft würde die Verbindung zwischen den Rathäusern ver-hindern und den Austausch auf eine private Ebene reduzieren und damit schwächen. In dieser ktitischen Zeit ist es wichtig die Solidarität mit den Menschen in der Partnerschaft aufrecht zu erhalten.

 

FDP will Partnerschaft mit San Juan del Sur aussetzen

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-FDP-will-
Partnerschaft-mit-San-Juan-del-Sur-aussetzen;art71,521856

 

Magistrat ist »in großer Sorge«

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Magistrat-ist-ingrosser-Sorge;art71,529084

 

 

 

 

Der neue Justus Kaffee und die süßen Begleiter Foto: Grafik von Braun

15. Dezember 2018

 

Neue Produkte im Weltladen Gießen

 

Der fair gehandelte nicaraguanische Justus-Kaffee im Gießener "Weltladen" hat süße Begleiter bekommen, eine vegane Schokolade aus Ecuador, eine 50%ige Milchschokolade aus Nicaragua und eine fruchtige, helle Himbeerschokolade mit reiner Kakaobutter.

 

Den neuen Justus Kaffee gibt es gemahlen in einer 250g Packung für 4,95 € sowie in ganzer Bohne in einer 500g Packung für 9,40€. Die drei Schokoladen bestehen jeweils aus zwei Täfel-chen à 35g und kosten je 3,49 €.

 

Von den nicaraguanischen Produkten erhalten wir beim Kaffee 25 Cent und bei der Schokolade 20 Cent für unsere Projekte.

 

Die zertifizierten Bio-Produkte sind fair gehandelt. Das heißt, die Hersteller des Kaffees und der Schokolade in Nicaragua werden für ihre Arbeit gerecht entlohnt.

 

Die Einführung der neuen Produkte fand schon viel Zuspruch und ein Presseecho in den Gießener Tageszeitungen.

 

Gießens Schokoladenseite
https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Giessens-Schokoladenseite;art71,526119
 

"Süße Schwestern" zum "G-en-ießen": Neue Schokolade im "Weltladen" Gießen

 

Für die lange gemeinsame Arbeit und die Unterstützung bedankt sich der Verein beim Weltladen Gießen und allen ehrenamtlichen Helfer*Innen und Käufer*Innen.

 

Blick in die Nicaragua Schokolade

Neben dem neuen Design ist unser Verein mit seinem Logo und einem kurzen Text auf den neuen Verpackungen vertreten.

 

Hierfür noch einen herzlichen Dank von uns.

 

 

15.Oktober 2018

 

Global vernetzt - lokal aktiv!

Die neue Broschüre zur Agenda 2030 und den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals SDG) des Entwicklungs-politisches Netzwerk Hessen e.V.  ist erschienen.

 

Damit soll gezeigt und beworben werden, wie viel lebendiges und vielfältiges zivilgesellschaftliches Engagement für gesellschaftlichen Wandel im Sinne der SDG es in Hessen schon gibt.

 

Wir wurden unter insgesamt über 120 Beiträgen von Initiativen, Gruppen und Organisationen aus ganz Hessen ausgewählt. Unser Bericht zeigt ein Projekt zum SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen.

 

Mit dem Gesundheitszentrum von San Juan del Sur besteht schon seit vielen Jahren eine Partnerschaft.

Das Centro de Salud wird bei vorbeugenden Maß-nahmen, sowie im Katastrophenfall zur Unterstützung und Hilfe der Bevölkerung eingesetzt.

SDG-Fibel - Global vernetzt lokal aktiv - zum Download
SDG-Fibel - Global vernetzt lokal aktiv [...]
PDF-Dokument [4.6 MB]

02.Oktober 2018

Wir unterstützen die Erklärung "Gegen die Unterdrückung und Kriminalisierung der Protestbewegung"

 

Bei unserem Treffen gestern haben wir die Erklärung des ersten Vernetzungstreffen "Gegen die Unterdrückung und Kriminalisierung der Protestbewegung" diskutiert und beschlossen das Dokument zu unterschreiben. Wir wurden bereits in die Liste der Unterzeichner aufgenommen - siehe Link.


Am Sonntag 21. Oktober findet das nächste Treffen in Wuppertal statt. Wir werden versuchen wieder teilzunehmen und unsere Standpunkte zu vertreten und neue Informationen zu er-halten.

 
Hier finden Sie die Spanische Version:

https://www.medico.de/es/contra-la-represion-y-criminalizacion-del-movimiento-de-protesta-17178/

 

 

direkt zum Herunterladen oder Anzeigen:

Für ein freies und sozial gerechtes Nicaragua. Erklärung aus der deutschen Solidaritätsbewegung, September 2018.
Erklärung 1-September-Gegen die Unterdrü[...]
PDF-Dokument [62.4 KB]
Por una Nicaragua libre y socialmente justa. Declaración desde el movimiento de solidaridad con Nicaragua alemán, septiembre 2018.
Erklärung Spanisch 1-September-Gegen die[...]
PDF-Dokument [65.8 KB]

20. August 2018

Auf dem Weg zur Normalität  (?)

Während wir am Samstag den Tag der Kulturen feierten, legte in San Juan del Sur das erste Kreuzfahrtschiff seit Mai diesen Jahres an. (Bericht zum Tag der Kulturen im Archiv) Es handelt sich um die Crystal Symphony mit knapp 750 Passagieren an Bord. Die Lage im Land hat sich soweit stabilisiert, dass Reiseveranstalter ihre Programme wieder gestartet haben. Für San Juan del Sur bedeutet das einen Schritt in Richtung Normalität. Auf unsere Nachricht zum Stand beim Tag der Kulturen und zu unserem Bericht über die schlimmen Meldungen in den Medien zur Situation in Nicaragua, erreichte uns folgende Antwort aus der Partnerstadt:

 

Anmerkung: Dieser Text wurde nicht von der Bürgermeisterin aus San Juan del Sur ge-schrieben, wie Herr Dr. Greilich zur Begründung seines Antrags zur Aussetzung der Städte-partnerschaft in der Stadtverordnetensitzung am 20. Dezember behauptete.
 

Hallo geschätzte Freunde in Gießen,

danke für eure Information.

Um unser Land zu destabilisieren zeigen Medien in einigen Fällen unwahre Informationen über Nicaragua. In Wirklichkeit arbeitet man in Nicaragua daran, das Land wieder zurück zur Normalität zu bringen. Die Menschen bewegen sich und arbeiten wieder in einer Normalität. Es gab keine Gewaltakte in San Juan del Sur und die Mehrheit der Bevölkerung hat sich zur Unterstützung der Regierung mit Märschen und kulturellen Aktivitäten beteiligt, um hart daran zu arbeiten, alles wieder aufzubauen, was die "bösen Kinder" Nicaraguas zerstört haben.

Die Regierung hat bereits die Ausführung von Projekten in San Juan del Sur fortgesetzt. Gott sei Dank ist alles ruhig und still geblieben, so dass sogar am Samstag den 18. August das erste Kreuzfahrtschiff der Saison in Ruhe und Beschaulichkeit angelegt hat. Auch an dem Projekt, dass wir mit Euch gemeinsam durchführen, haben wir viel gearbeitet. Nächste Woche werde ich einen vorläufigen Bericht über die Aktivitäten senden, die wir bis jetzt getan haben.

Ich danke Euch sehr, dass ihr Euch so um uns kümmert, auch wir sorgen uns immer um Euch. Wir sind zwei Partnerstädte mit Herz und Seele.


Eine Umarmung und wir bleiben in Kontakt

 

Die weiteren Nachrichten und Informationen aus Nicaragua zeigen fortgesetzt die ange-spannte Lage und die Repressionen gegen die Proteste. (Siehe Nachrichten aus Nicaragua)

Gäste des Kreuzfahrtschiffes Crystal Symphony in San Juan del Sur
Die Bürgermeisterin Mayra Solís Briceño und César Guadamuz von der Hafenbehörde Empresa Portuaria Nacional an Bord des Kreuzfahrtschiffes

Unsere Reaktion auf die Verharmlosung

 

Der Text aus San Juan del Sur führte zu Irritationen, bishin zur Verärgerung über die Verharm-losung. Diese beschwichtigenden Informationen sorgten dafür, dass wir eine kritische Stellungnahme und Fragen nach Aufklärung verschickten. Wir haben darin unserer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass aus der Krise kein Unrechtsregime hervorgehen, sondern ein Prozess der Modernisierung angestoßen wird, der zu stabilen demokratischen Institutionen und zu einer unabhängigen Justiz führt.

 

Eine Antwort blieb aus. (Stand August 2018)
 

30. Juli 2018

Die Städtepartnerschaft verliert eine langjährige gute Freundin

Unsere langjährige gute Freundin und Vereinsmitglied

Brigitte Knoop ist am 22.Juli verstorben.

 

Die ehrenamtliche Tätigkeit war ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die Verbesserung der Bildungschancen für Kinder in San Juan del Sur lag ihr seit über 30 Jahren sehr am Herzen.

 

Schon seit Beginn ihrer Mitgliedschaft war Brigitte aktiv.

Sie brachte viele Ideen und Anregungen ein. Sie unterstützte wo sie konnte und war für uns eine Brücke in die Partnerstadt. Nicht nur ihr Engagement wird uns fehlen, sondern auch ihre Empathie, Treue und ihre Zuverlässigkeit.

                                       

                                       Wir danken ihr dafür.


 

                                       Der Vorstand und alle Mitglieder

 

Pressemitteilung zur Situation in Nicaragua und San Juan del Sur
Städtepartnerschaftsverein ist traurig u[...]
PDF-Dokument [129.0 KB]

06. März 2018

Das nächste Mal nicht ohne mich

So lautete das Fazit nach dem Informationsabend zu unserer Delegationsreise. Wir hatten für Montag 05. März in die Evangelische Studierendengemeinde eingeladen.

Die Besucher waren überschaubar, aber die Fragerunde war umso lebhafter.

Vorsitzender Uwe Koperlik und Vereinsmitglied Martin Zieher vor der Präsentation, später wurden Präsente aus San Juan del Sur verteilt.

In einer lebendigen Präsentation wurde die Reise für die Daheimgebliebenen gut nachvollziehbar. Nach der Erläuterung der Anreise und einem kleinen touristischen Begleitprogramm auf dem Weg nach San Juan del Sur, bildeten die Termine vor Ort den Schwerpunkt der Veranstaltung. Anhand eines angefertigten Protokolls zur Delegationsreise waren die Fotos angeordnet.

 

Nach den Erläuterungen und detailreichen Erlebnisberichten konnten sich die Gäste noch die aktuelle Ansicht von San Juan del Sur anschauen. Zum Ende der Veranstaltung wurden noch Geschenke aus San Juan an die Gäste verteilt. So konnte jeder ein Stück der Reise als Andenken mit nach Hause nehmen.

Blick von der Christusstatue auf die Bucht von San Juan del Sur

14. Februar 2018

 

Es war wie nach Hause kommen

 

Das Bild entstand in der neuen Hafenanlage von San Juan del Sur Foto: Martin Zieher

 

Eine sehr erfolgreiche Visite in unserer Partnerstadt in Nicaragua ist gelungen. Eine zehn-köpfige Delegation reiste vom 19.-27.Januar in das mittelamerikanische Land, darunter die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Stadträtin Astrid Eibelshäuser und die Stadtverordnete Christiane Janetzky-Klein sowie weitere Interessierte, begleitet von einem Teil des Vorstandes des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen mit San Juan de Sur und Region in Nicaragua e.V. kurz gipanic. Dieser hatte die Reise bereits im letzten Jahr geplant und organisiert. OB Dietlind Grabe-Bolz sagte rückblickend: "Die herzlichen Begegnungen und
die interessanten Besuche verschiedener Projekte und Institutionen hinterlassen prägende
Eindrücke und machen eine lebendige Partnerschaft aus".

 

Im vergangenen November fanden in Nicaragua Kommunalwahlen statt und im Januar wurde die neue Bürgermeisterin von San Juan del Sur, Mayra del Socorro Solís Briceño von der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) in ihr Amt eingeführt. An ihrer Seite steht der Vize-Bürgermeister Randall Granja Fajardo von der Partido Liberal Constitucionalista (PLC).

Empfang v.l Randall Granja Fajardo Vize-Bürgermeister; Mayra Solís Briceño Bürgermeisterin, Dietlind Grabe-Bolz Oberbürgermeisterin; Uwe Koperlik gipanic, Astrid Eibelshäuser Stadträtin Foto: Martin Zieher

 

Die neuen Stadtoberhäupter versprechen sich von der Verbindung mit Gießen einen nutzbringenden Austausch in Fragen der Kommunalenentwicklung. Vize-Bürgermeister Randall erläuterte beim ersten Treffen im Rathaus die Kontroverse um den zunehmenden Tourismus und den damit verbundenen Verkehr in der Stadt.

 

Besondere Freude machte die Begegnung denjenigen, die im Rahmen der Städtepartnerschaft aus San Juan del Sur schon einmal Gießen bereist hatten. „Gerade der gegenseitige Besuch schafft Verbindungen, die über viele Jahre tragen", so Stadträtin Astrid Eibelshäuser.

 

Nach zweiunddreißig Jahren bekam die Städtepartnerschaft einen neuen Anschub. In einem öffentlichen Akt auf dem zentralen Platz an der Kirche in San Juan del Sur wurde der Partner-schaftsvertrag von beiden Seiten erneuert. Ein zentrales Anliegen der Städte ist die brüderliche Solidarität zwischen beiden Völkern zu festigen. Nach Tanzaufführungen kam es zu einem regen Austausch mit Bürgern aus San Juan del Sur.

 

Nach der Unterzeichnung des Partnerschaftvertrages kam es zu Gesprächen mit der Bevölkerung aus San Juan del Sur Foto: Martin Zieher

Die Arbeit des Vereins gipanic spielte bei allen Besuchen und Besichtigung eine wichtige Rolle. Die verschiedenen geförderten Initiativen konnten vor Ort in Augenschein genommen werden.

Uwe Koperlik bei seiner Ansprache zur Geschichte der Städtepartnerschaft

 

Jederzeit fühlten wir uns mit offenen Armen empfangen und es war nicht das Gefühl eines Besuches, eher der Eindruck des Nachhausekommens der sich bei uns ausbreitete“,so der Vorsitzende des Partnerschafts-vereins Uwe Koperlik.

“Selten erfahren wir so viel Anerkennung für unsere geleistete Arbeit wie im persönlichen Austausch mit den Menschen in San Juan del Sur.“

Gruß im Büro der Bürgermeisterin Foto: Martin Zieher
Der Fernsehsender Televisora Nacional bringt einen kurzen Beitrag zum Besuch der Delegation in San Juan del Sur. Ein Klick auf das Foto zeigt den Beitrag auf youtube. Foto: Martin Zieher

 

Der Besuch unserer Delegation fand ein Echo in unterschiedlichen Medien. zwei Fernsehsender interviewten die beiden Bürgermeisterinnen und eine Touristik-Zeitung aus San Juan del Sur brachte einen kurzen Beitrag, der leider nicht online gestellt wurde.

Die Gießener Allgemeine Zeitung veröffentlichte ebenfalls einen Artikel zur Delegationsreise und 32 Jahre Städtepartnerschaft. Den Bericht finden Sie hier.

Das Gießener Sonntags Morgenmagazin brachte am 25.März ebenfalls einen Bericht mit Foto. Den

Artikel finden Sie hier. Den Abschluß bildete der Gießener Anzeiger mit seinem Artikel vom 29.März, den man unter diesem Link finden kann.

Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an
Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an.
Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an.

 

 

 

San Juan dej Sur zeigt das Bild einer gut entwickelten Stadt, doch der erste Eindruck trügt.

Straßenzug in San Juan del Sur

 

In der ländlichen Region sind Unterstützungsprojekte bis heute unerlässlich. Bei unseren Besuchen konnten wir uns von den Lebensumständen der Landbevölkerung ohne Strom-versorgung, mit Latrinen und der Wasserversorgung nur aus Brunnen ein eigenes Bild machen. Vor allem blieben dabei Zusammenkünfte in städtischen und ländlichen Schulen, sowie der Einsatz von Wasserfiltern und Ökoöfen vor Ort im Gedächtnis.

Besonders beeindruckend war die Würde, die die Menschen trotz ihrer Armut ausstrahlten.

 

In der ländlichen Region gibt es oft keinen Strom, nur Latrinen und Trinkwasser kommt aus dem Brunnen.
Tiere werden zur eigenen Versorgung gehalten.

 

Das Geld für das einhundertste Projekt seit Bestehen der Partnerschaft wurde in einem feierlichen Akt persönlich übergeben.

Mit dem Titel “Stärkung der Position der Frauen in der Gemeinde San Juan del Sur“ startete eine Seminar- und Workshopreihe des Frauenbüros. Unterstützung kommt zudem von einer Frauenorganisation aus Matagalpa. Die Gemeinde San Juan del Sur trägt den größten Teil der Kosten. Bürgermeisterin Mayra sagte uns: „Frauen stärken heißt das Land weiter zu entwickeln.“

Die Bürgermeisterin Mayra Solís Briceño nimmt die Projektgelder für die Förderung von Frauen aus den Händen von Uwe Koperlik gipanic entgegen. Foto: Martin Zieher

 

Im Centro de Salud oder dem Hospital primario Gaspar Garcia Laviana konnten wir den Einsatz des gespendeten Ultraschallgerätes beobachten. Dabei nutzten wir die Gelegenheit einen Geldbetrag zum Kauf von Wetterschutzkleidung für die Mitarbeiter der Gesundheits-brigaden zu überreichen. Die Kleidung wurde bei Einsätzen um den Tropensturm Nate im letzten Jahr verschlissen und eine entsprechende Anfrage auf Hilfe an den Verein gestellt.

Eingang zum Centro de Salud
Leonel José García Jácamo und Uwe Koperlik "testen" das Ultraschallgerät
Leonel nimmt das Geld für die Wetterschutzkleidung zum Einsatz der Gesundheitsbrigaden in Empfang.

 

Bei der Besichtigung der weiterführenden Schule “Instituto Emanuel Mongalo y Rubio”, der Partnerschule der Integrierten Gesamtschule Buseckertal, konnten wir uns einen Überblick über die gute Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde von Nicaragua“ aus Buseck machen.

Die frühere Schulleiterin und heutige Bürgermeisterin erklärt der Delegation die Funktion des Wasserfilters an der Schule “Instituto Emanuel Mongalo y Rubio” in San Juan del Sur Foto: Martin Zieher
Die Grundschule in La Tortuge ist in einem wesentlich schlechteren Zustand. Durch einen Klick auf das Foto erreicht man eine kurze Dokumentation auf youtube

Die weiterführenden Schulen in den Dörfern La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa werden von gipanic seit 2007 gefördert. Beim Besuch in La Tortuga wurde das Projektgeld für das zweite Schulhalbjahr übergeben. Der Verein bekam für seine langjährige Unterstützung ein Diplom aus der Hand des Lehrers Edgard Antonio Henriquez Maliaños. Edgard ist ein Repräsentant der Organisation Asociación de Mujeres Bahía "Gaspar García Laviana" (AMBAGGL) mit der gipanic seit Beginn der Partnerschaft schon viele Projekte realisierte.

 

Eine kurze Dokumentation zum Schulprojekt findet man hier

Uwe Koperlik nimmt für gipanic das Diplom für langjährige Förderung des Schulunterrichtes entgegen. Edgard Antonio Henriquez Maliaños überreicht die Urkunde in La Tortuga. Foto: Martin Zieher

 

Seit einigen Jahren fördert der Verein den Einsatz von Wasserfiltern und sogenannten Ökoöfen. Bei einem Besuch konnte die Realisierung und der Nutzen der Projekte angeschaut werden. Gemeinsam mit Fundación Tierra wird die Umsetzung durchgefüht. Frau Antonia Mendoza erklärte die Arbeitsweise in einem Haus in La Tortuga.
 

Frau Antonia Mendoza von Fundación Tierra erklärt den Wasserfilter und die notwendigen Wartungsarbeiten. Einmal im Jahr wird die Reinheit des Filters geprüft. Dann stellt sich schnell heraus, wer ihn gut gepflegt hat. Foto: Martin Zieher
Bisherige offene Kochstelle mit starker Rauchentwicklung und schlechtem Brennwert. Foto: Martin Zieher
Bessere Ausnutzung des Holzes und keine Rauchentwicklung im Raum

Neben den bisher aufgeführten Besichtigungen unternahmen wir noch eine Reise in die Region von Rivas um Projekte von Asociación Comunitaria para el Desarollo Integral de Rivas (ACDIR) zu sehen. Hier ging es in erster Linie um den Anbau von Futterbäumen und Viehzucht im Rahmen der Ernährungssicherung. Begleitet wurden wir dabei von Milagros Rivera und Reinhard Ross vom Lüneburger Verein INPN (International Non-Profit Network e.V.). Beide waren im letzten Jahr zu Gast in Gießen.

 

 

Bild von der Homepage der Empresa Portuaria Nacional

In San Juan del Sur standen noch folgende städtische Einrichtungen auf unserem Terminplan:

                            Centros de Desarrollo Infantil CDI (Kindergarten oder Tagesstätte)

                            Casa Materna Municipal (Frauenprojekt für werdende Mütter)

                            der Rohbau einer Tagesklinik zur Unterstützung der Casa Materna

                            Empresa Portuaria Nacional EPN der Hafen mit Anlegern für die  

                            Tenderboote der Kreuzfahrtschiffe sowie

                            die Fabrik zur Fischverarbeitung und Eisherstellung

 

Der Besuch im Hafen ist auf der Homepage von EPN dokumentiert. Mehr findet man hier oder durch einen Klick auf das Bild von EPN oben.

 

10. Januar 2018

 

 

100 Projekte seit 1986

Unsere Sammlung von Projekten hat nun die Nummer 100 seit dem Jahr 1986 erreicht. Das Vorhaben einhundert steht für das Ziel die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken. Gemeinsam mit dem Rathaus in San Juan de Sur wurde ein Vielzahl von Seminaren, Workshops und Schulungen geplant. Unterstützt werden die Maßnahmen durch die Organisation Colectivo de Mujeres Matagalpa (CMM - Frauenkollektiv Matagalpa).

Rathaus San Juan del Sur

Das Frauenbüro im Rathaus hat in den letzten Jahren große Erfolge bei der Aufgabe zur Stärkung der Position der Frauen erzielt. Es besteht allerdings noch die Notwendigkeit auf spezifische Probleme einzugehen, wie beispielsweise die politische Teilhabe, die Thematik der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, sowie weitere Themen der Menschenrechte, Kinderrechte und Jugendrechte. Ein Problem in Nicaragua ist noch immer der Tod von entbindenden Müttern und der neugeborenen Kinder, da oftmals die notwendigen Medikamente fehlen.

 

Schwangere Frauen aus der ländlichen Region von San Juan del Sur wird angeboten, die letzten zwei Wochen vor der Entbindung im „Haus für werdende Mütter“ zu verbringen. Diese Maßnahme dient dazu Schwierigkeiten, die kurz vor der Geburt auftreten können, zu erkennen und zu verhindern. In dieser Zeit werden Kurse zur Einkommensverbesserung für die werdenden Mütter angeboten. Die Themen dieser Kurse sind: Handwerk, Nähen, Erstellen von Piñatas (Dekorierte Figuren).

 

Weiter werden Veranstaltungen für Jugendliche angeboten, wie beispielsweise Umweltthemen, bei denen die Jugendlichen in Wiederaufforstungen und Küstenreinigung eingebunden werden.

 

Speziell für Frauen sind Schulungen in den Themen der Führung, Selbstwertgefühl, Schutz vor häuslicher Gewalt und Workshops zum Thema Kunsthandwerk, sowie Erstellen von Piñatas vorgesehen. Ziel dieser Projekte ist es die reale und effektive Teilnahme der Frauen bei der Entscheidungsfindung zu stärken.

 

Mit dem Colectivo de Mujeres Matagalpa, die schon in der Vergangenheit entsprechende Seminare realisierten ist ein Austausch und die Unterstützung in den Schulungen geplant, wobei es um die Umsetzung des erlernten im täglichen Leben geht.

 

Bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinde San Juan de Sur, der Stadt Gießen, sowie einem Zuschuß aus der Vereinskasse.

 

Weitere Informationen stehen hier

 

Hier findet sich eine Liste aller Projekte seit 1986 in einer Übersicht

  • Informationen zu geplanten Veranstaltungen finden Sie hier

  • Zu aktuellen Projekten bitte hier klickem.

  • Zu Nachrichten aus Nicaragua oder andere Themen klicken Sie bitte hier.

Datenschutzerklärung nach EU-DSGVO
Datenschutzerklärung gipanic.pdf
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