Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Surin Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik

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Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen / San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

32 Jahre Städtepartnerschaft Gießen mit

 

San Juan del Sur   1986 - 2018

Weitere Informationen zur aktuellen Situation in Nicaragua finden Sie unter Nachrichten aus Nicaragua

15.Oktober 2018

            Global vernetzt - lokal aktiv!

Die neue Broschüre zur Agenda 2030 und den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals SDG) des Entwicklungs-politisches Netzwerk Hessen e.V.  ist erschienen.

 

Damit soll gezeigt und beworben werden, wie viel lebendiges und vielfältiges zivilgesellschaftliches Engagement für gesellschaftlichen Wandel im Sinne der SDG es in Hessen schon gibt.

 

Wir wurden unter insgesamt über 120 Beiträgen von Initiativen, Gruppen und Organisationen aus ganz Hessen ausgewählt. Unser Bericht zeigt ein Projekt zum SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen.

 

Mit dem Gesundheitszentrum von San Juan del Sur besteht schon seit vielen Jahren eine Partnerschaft.

Das Centro de Salud wird bei vorbeugenden Maß-nahmen, sowie im Katastrophenfall zur Unterstützung und Hilfe der Bevölkerung eingesetzt.

SDG-Fibel - Global vernetzt lokal aktiv - zum Download
SDG-Fibel - Global vernetzt lokal aktiv [...]
PDF-Dokument [4.6 MB]

02.Oktober 2018

Wir unterstützen die Erklärung "Gegen die Unterdrückung und Kriminalisierung der Protestbewegung"

 

Bei unserem Treffen gestern haben wir die Erklärung des ersten Vernetzungstreffen "Gegen die Unterdrückung und Kriminalisierung der Protestbewegung" diskutiert und beschlossen das Dokument zu unterschreiben. Wir wurden bereits in die Liste der Unterzeichner aufgenommen - siehe Link.


Am Sonntag 21. Oktober findet das nächste Treffen in Wuppertal statt. Wir werden versuchen wieder teilzunehmen und unsere Standpunkte zu vertreten und neue Informationen zu er-halten.

 
Hier finden Sie die Spanische Version:

https://www.medico.de/es/contra-la-represion-y-criminalizacion-del-movimiento-de-protesta-17178/

 

 

direkt zum Herunterladen oder Anzeigen:

Für ein freies und sozial gerechtes Nicaragua. Erklärung aus der deutschen Solidaritätsbewegung, September 2018.
Erklärung 1-September-Gegen die Unterdrü[...]
PDF-Dokument [62.4 KB]
Por una Nicaragua libre y socialmente justa. Declaración desde el movimiento de solidaridad con Nicaragua alemán, septiembre 2018.
Erklärung Spanisch 1-September-Gegen die[...]
PDF-Dokument [65.8 KB]

19.September 2018

Einladung zur Veranstaltung vor der hessischen Landtagswahl

 

Wir unterstützen die Aktion STOP! KEINE AFD IN DEN LANDTAG! und die Veranstaltung  Solidarität ist unsere Alternative am


Samstag, 13. Oktober, ab 18:00 Uhr, Kongresshalle Gießen


Das Konzert findet im Rahmen des landesweiten Aktionstages von „Keine AfD in den Landtag“ statt.(https://keine-afd-im-landtag.de/, eine Initiative des DGB Südosthessen).

 

                                                                                         der Eintritt ist frei

20. August 2018

Tag der Kulturen am Samstag 18. August

 

Ein Rückblick

 

Wie im vergangenen Jahr veranstaltete der Ausländerbeirat Gießen wieder einen Tag der Kulturen am Samstag 18.August vor der Kongresshalle. Wir waren gemeinsam mit dem Weltladen Gießen ab 11 Uhr an einem Informationsstand und um 17 Uhr mit einem Bühnenauftritt mit nicaraguanischer Gitarrenmusik vertreten.

 

Es gab nebem vielen Informationen und Diskussionen den nicaraguanischen Justus-Kaffee im Ausschank.

 

Zum Beginn der Veranstaltung sagte die Stadträtin Astrid Eibelshäuser in ihrer Eröffnungsrede erklärende Worte zur Situation in Nicaragua.

Am Stand des Weltladens und der Städtepartnerschaft Stadträtin Astrid Eibelshäuser (r) Uwe Koperlik (m) und Michael Wirsbitzki (l)

 

 

 

 

 

Etwa 80 Tassen Kaffee wurden ausgeschenkt und die Kombination Information, Gespräch und guter Kaffee wurde sehr gerne angenommen.

Viel Zulauf am Stand
Isabel und Francisco bei ihrem Auftritt
Bühne am Tag der Kulturen

 

 

 

 

 

Die Lieder aus Nicaragua kamen beim Publikum gut an.

20. August 2018

Auf dem Weg zur Normalität  (?)

Während wir am Samstag den Tag der Kulturen feierten, legte in San Juan del Sur das erste Kreuzfahrtschiff seit Mai diesen Jahres an. Es handelt sich um die Crystal Symphony mit knapp 750 Passagieren an Bord. Die Lage im Land hat sich soweit stabilisiert, dass Reiseveranstalter
ihre Programme wieder gestartet haben. Für San Juan del Sur bedeutet das einen Schritt in Richtung Normalität. Auf unsere Nachricht zum Stand beim Tag der Kulturen und zu unserem Bericht über die schlimmen Meldungen in den Medien zur Situation in Nicaragua, erreichte uns folgende Antwort aus der Partnerstadt:

 

Hallo geschätzte Freunde in Gießen,

danke für eure Information.

Um unser Land zu destabilisieren zeigen Medien in einigen Fällen unwahre Informationen über Nicaragua. In Wirklichkeit arbeitet man in Nicaragua daran, das Land wieder zurück zur Normalität zu bringen. Die Menschen bewegen sich und arbeiten wieder in einer Normalität. Es gab keine Gewaltakte in San Juan del Sur und die Mehrheit der Bevölkerung hat sich zur Unterstützung der Regierung mit Märschen und kulturellen Aktivitäten beteiligt, um hart daran zu arbeiten, alles wieder aufzubauen, was die "bösen Kinder" Nicaraguas zerstört haben.

Die Regierung hat bereits die Ausführung von Projekten in San Juan del Sur fortgesetzt. Gott sei Dank ist alles ruhig und still geblieben, so dass sogar am Samstag den 18. August das erste Kreuzfahrtschiff der Saison in Ruhe und Beschaulichkeit angelegt hat. Auch an dem Projekt, dass wir mit Euch gemeinsam durchführen, haben wir viel gearbeitet. Nächste Woche werde ich einen vorläufigen Bericht über die Aktivitäten senden, die wir bis jetzt getan haben.

Ich danke Euch sehr, dass ihr Euch so um uns kümmert, auch wir sorgen uns immer um Euch. Wir sind zwei Partnerstädte mit Herz und Seele.


Eine Umarmung und wir bleiben in Kontakt

 

Die weiteren Nachrichten und Informationen aus Nicaragua zeigen weiter die angespannte Lage und die Repressionen gegen die Proteste.

Gäste des Kreuzfahrtschiffes Crystal Symphony in San Juan del Sur
Die Bürgermeisterin Mayra Solís Briceño und César Guadamuz von der Hafenbehörde Empresa Portuaria Nacional an Bord des Kreuzfahrtschiffes

Reaktion

 

Der Text aus San Juan del Sur führte zu Irritationen, bishin zur Verärgerung über die Verharm-losung. Diese beschwichtigenden Informationen sorgten dafür, dass wir eine kritische Stellungnahme und Fragen nach Aufklärung verschickten. Wir haben darin unserer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass aus der Krise kein Unrechtsregime hervorgehen, sondern ein Prozess der Modernisierung angestoßen wird, der zu stabilen demokratischen Institutionen und zu einer unabhängigen Justiz führt.

 

Eine Antwort blieb aus.
 

30. Juli 2018

Die Städtepartnerschaft verliert eine langjährige gute Freundin

Unsere langjährige gute Freundin und Vereinsmitglied

Brigitte Knoop ist am 22.Juli verstorben.

 

Die ehrenamtliche Tätigkeit war ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die Verbesserung der Bildungschancen für Kinder in San Juan del Sur lag ihr seit über 30 Jahren sehr am Herzen.

 

Schon seit Beginn ihrer Mitgliedschaft war Brigitte aktiv.

Sie brachte viele Ideen und Anregungen ein. Sie unterstützte wo sie konnte und war für uns eine Brücke in die Partnerstadt. Nicht nur ihr Engagement wird uns fehlen, sondern auch ihre Empathie, Treue und ihre Zuverlässigkeit.

                                       

                                       Wir danken ihr dafür.


 

                                       Der Vorstand und alle Mitglieder

 

31. Juli 2018

Teilnehmer der Klausur

Rückblick auf die Klausur am Samstag 28. Juli

 

Der Verein zur Förderung der Städtepartner-schaft Gießen mit San Juan del Sur und Region in Nicaragua, kurz gipanic, traf sich am vergangenen Wochenende mit einem Gast aus Nicaragua zu einer Klausur, in deren Mittelpunkt die Lage in dem Land stand.

 

Unser Gast, der seinen Namen, aus Angst vor Reprässalien, nicht in der Öffentlichkeit lesen möchte, sagte: „Die Situation ist sehr angespannt. In San Juan del Sur ist es bisher nicht zu Gewalttaten gekommen, es gab keine Toten und niemand wurde verletzt. In anderen Teilen von Nicaragua schon und das ist sehr traurig. Man wird entzwei gerissen, wenn man als Nicaraguaner in Deutschland lebt.“

 

Neben den vielen schlechten Nachrichten aus Nicaragua beschäftigt uns, wie wir uns in diesem Konflikt in der Solidaritätsbewegung verhalten. Ist es die Aufgabe der Nichtregierungsorganisat-ionen, den Sturz einer Regierung zu fordern?


Unbestritten ist eine parteilose, unabhängige Aufklärung und Ahndung aller Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen die Basis für die Partnersuche und weitere Arbeit im Land.


"Wir sind entsetzt, was im Namen des Sandinismus in Nicaragua geschieht“ und " Wir würden uns wünschen, wenn die internationale Gemeinschaft diese Geschehen registrieren würde." das war Konsens bei der Klausur am letzten Wochenende. Ebenso ist klar, dass wir eine breitere Öffentlichkeit für die Situation in Nicaragua schaffen müssen. Ein Pressebericht ist in Arbeit.

 

 

Pressemitteilung zur Situation in Nicaragua und San Juan del Sur
Städtepartnerschaftsverein ist traurig u[...]
PDF-Dokument [129.0 KB]

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Städtepartnerschaft,

heute möchte ich Sie / Euch herzlich zur diesjährigen Klausur am Samstag 28.Juli in die Evangelische Studierenden Gemeinde ESG Gießen, Henselstraße 7, 35390 Gießen einladen.
Beginnen möchten wir um 09:30 Uhr und zur Mittagspause gehen wir in das nahe gelegene Bistro Vanilla.
 

Die vorläufige Tagesordnung
 

TOP 1 09:30 Uhr Eröffnung und Begrüßung

 

TOP 2 aktuelle Situation in Nicaragua

Wir versuchen nicaraguanische Gäste für die Klausur einzuladen und ggf. eine gemeinsame Veranstaltung (TOP 2 ) zu planen, um das Thema verstärkt in die Gießener Zeitungen zu bringen

 

TOP 3 Überblick zu den nächsten Veranstaltungen:

  • 18. August „Tag der Kulturen“

  • Planung einer Veranstaltung zur aktuellen Situation in Nicaragua

 

TOP 4 Zusammenarbeit mit nicaraguanischen Organisationen, Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen (Themenliste nach Delegationsreise)

 

TOP 5 Projekte für 2019

 

TOP 6 Vereinsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Vorstandsposten, Planung zur MV 2018

 

Wir versuchen zu dieser Veranstaltung nicaraguanische Gäste einzuladen um einen besseren Überblick zur Situation im Land zu bekommen (TOP2).

Damit wir besser planen können bitten wir um eine kurze, zeitnahe Anmeldung, damit wir entsprechende Plätze im Bistro reservieren. Per mail an: info@gipanic.de

Mit besten Grüßen
Der Vorstand

26. Juni 2018

Friedliches Fest in San Juan del Sur

 

Zur Feier des Namenspatrons Johannes der Täufer feierte San Juan del Sur schon am 11.Juni ein Fest. Neben Vertretern der Kirche war das Rathaus und viele Bürger beteiligt.

In der aktuellen Situation mit Toten und Verletzten war das keine Selbstverständlichkeit in Nicaragua.

 

Auf der Facebook Seite der Alcaldia sind mehrere Fotos und ein Video für diesen Tag eingestellt.

 

Durch einen Klick auf das Bild oder hier gelangt man auf die Seite.

Eine weitere Dokumentation hat Kathleen Brugger auf ihrer Facebook Seite eingestellt. Hier sieht man noch ein paar schöne Bilder der Menschen und der Stadt.

 

Durch einen Klick auf das Bild oder hier gelangt man auf die Seite.

15. Mai 2018

Reisewarnungen für Nicaragua

Das Auswärtigeamt warnt seit dem 13.Mai vor unnötigen Reisen nach Nicaragua. Heute wurde eine Mail von nicaraguanischen Reiseveranstaltern verteilt, die ebenfalls vor einer Reise nach Nicaragua warnen und ihre Touren absagen.

 

Die gewalttätigen Unruhen und Proteste halten an. Für Mittwoch 16.Mai ist eine Gesprächsrunde für einen friedlichen Dialog angesetzt.

 

Das Militär hat sich inzwischen von Einsätzen gegen Demonstranten distanziert und will sich nicht für eine interne Auseinandersetzung benutzen lassen.

 

Hier finden sie einen Artikel der Deutschen Welle.

Zum gleichen Thema findet sich ein Betrag vom Deutschlandfunk vom 13.05.

 

Weitere Informationen und Links zu Hintergründen finden sie hier

07. Mai 2018

Proteste, Demonstrationen und gewalttätige

 

Unruhen mit vielen Toten erschüttern

 

Nicaragua

Ursache für die Proteste war ein Dekret mit dem Präsident Ortega die Änderungen bekannt gab. Danach war die Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge von 6,25 Prozent auf 7 Prozent (um 0,75 Prozent), der Arbeitgeber von 19 Prozent auf 22,5 Prozent (um 3,5 Prozent) und der Rentner von 0 auf 5 Prozent beschlossen. Die Einbeziehung der Rentner war das umstrittenste Thema, aber im Gegenzug sollten für sie die Krankenversicherung und andere Leistungen erhöht werden. Die Änderungen sind notwendig um das nicaraguanische Institut für Sozialversicherungen (Instituto Nicaragüense de Seguridad Social, INSS) vor der Insolvenz zu retten.

 

Weitere Informationen und Links zu Hintergründen finden sie hier

06. März 2018

Das nächste Mal nicht ohne mich

So lautete das Fazit nach dem Informationsabend zu unserer Delegationsreise. Wir hatten für Montag 05. März in die Evangelische Studierendengemeinde eingeladen.

Die Besucher waren überschaubar, aber die Fragerunde war umso lebhafter.

Vorsitzender Uwe Koperlik und Vereinsmitglied Martin Zieher vor der Präsentation, später wurden Präsente aus San Juan del Sur verteilt.

In einer lebendigen Präsentation wurde die Reise für die Daheimgebliebenen gut nachvollziehbar. Nach der Erläuterung der Anreise und einem kleinen touristischen Begleitprogramm auf dem Weg nach San Juan del Sur, bildeten die Termine vor Ort den Schwerpunkt der Veranstaltung. Anhand eines angefertigten Protokolls zur Delegationsreise waren die Fotos angeordnet.

 

Nach den Erläuterungen und detailreichen Erlebnisberichten konnten sich die Gäste noch die aktuelle Ansicht von San Juan del Sur anschauen. Zum Ende der Veranstaltung wurden noch Geschenke aus San Juan an die Gäste verteilt. So konnte jeder ein Stück der Reise als Andenken mit nach Hause nehmen.

Blick von der Christusstatue auf die Bucht von San Juan del Sur

14. Februar 2018

 

Es war wie nach Hause kommen

 

Das Bild entstand in der neuen Hafenanlage von San Juan del Sur Foto: Martin Zieher

 

Eine sehr erfolgreiche Visite in unserer Partnerstadt in Nicaragua ist gelungen. Eine zehn-köpfige Delegation reiste vom 19.-27.Januar in das mittelamerikanische Land, darunter die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Stadträtin Astrid Eibelshäuser und die Stadtverordnete Christiane Janetzky-Klein sowie weitere Interessierte, begleitet von einem Teil des Vorstandes des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen mit San Juan de Sur und Region in Nicaragua e.V. kurz gipanic. Dieser hatte die Reise bereits im letzten Jahr geplant und organisiert. OB Dietlind Grabe-Bolz sagte rückblickend: "Die herzlichen Begegnungen und
die interessanten Besuche verschiedener Projekte und Institutionen hinterlassen prägende
Eindrücke und machen eine lebendige Partnerschaft aus".

 

Im vergangenen November fanden in Nicaragua Kommunalwahlen statt und im Januar wurde die neue Bürgermeisterin von San Juan del Sur, Mayra del Socorro Solís Briceño von der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) in ihr Amt eingeführt. An ihrer Seite steht der Vize-Bürgermeister Randall Granja Fajardo von der Partido Liberal Constitucionalista (PLC).

Empfang v.l Randall Granja Fajardo Vize-Bürgermeister; Mayra Solís Briceño Bürgermeisterin, Dietlind Grabe-Bolz Oberbürgermeisterin; Uwe Koperlik gipanic, Astrid Eibelshäuser Stadträtin Foto: Martin Zieher

 

Die neuen Stadtoberhäupter versprechen sich von der Verbindung mit Gießen einen nutzbringenden Austausch in Fragen der Kommunalenentwicklung. Vize-Bürgermeister Randall erläuterte beim ersten Treffen im Rathaus die Kontroverse um den zunehmenden Tourismus und den damit verbundenen Verkehr in der Stadt.

 

Besondere Freude machte die Begegnung denjenigen, die im Rahmen der Städtepartnerschaft aus San Juan del Sur schon einmal Gießen bereist hatten. „Gerade der gegenseitige Besuch schafft Verbindungen, die über viele Jahre tragen", so Stadträtin Astrid Eibelshäuser.

 

Nach zweiunddreißig Jahren bekam die Städtepartnerschaft einen neuen Anschub. In einem öffentlichen Akt auf dem zentralen Platz an der Kirche in San Juan del Sur wurde der Partner-schaftsvertrag von beiden Seiten erneuert. Ein zentrales Anliegen der Städte ist die brüderliche Solidarität zwischen beiden Völkern zu festigen. Nach Tanzaufführungen kam es zu einem regen Austausch mit Bürgern aus San Juan del Sur.

 

Nach der Unterzeichnung des Partnerschaftvertrages kam es zu Gesprächen mit der Bevölkerung aus San Juan del Sur Foto: Martin Zieher

Die Arbeit des Vereins gipanic spielte bei allen Besuchen und Besichtigung eine wichtige Rolle. Die verschiedenen geförderten Initiativen konnten vor Ort in Augenschein genommen werden.

Uwe Koperlik bei seiner Ansprache zur Geschichte der Städtepartnerschaft

 

Jederzeit fühlten wir uns mit offenen Armen empfangen und es war nicht das Gefühl eines Besuches, eher der Eindruck des Nachhausekommens der sich bei uns ausbreitete“,so der Vorsitzende des Partnerschafts-vereins Uwe Koperlik.

“Selten erfahren wir so viel Anerkennung für unsere geleistete Arbeit wie im persönlichen Austausch mit den Menschen in San Juan del Sur.“

Gruß im Büro der Bürgermeisterin Foto: Martin Zieher
Der Fernsehsender Televisora Nacional bringt einen kurzen Beitrag zum Besuch der Delegation in San Juan del Sur. Ein Klick auf das Foto zeigt den Beitrag auf youtube. Foto: Martin Zieher

 

Der Besuch unserer Delegation fand ein Echo in unterschiedlichen Medien. zwei Fernsehsender interviewten die beiden Bürgermeisterinnen und eine Touristik-Zeitung aus San Juan del Sur brachte einen kurzen Beitrag, der leider nicht online gestellt wurde.

Die Gießener Allgemeine Zeitung veröffentlichte ebenfalls einen Artikel zur Delegationsreise und 32 Jahre Städtepartnerschaft. Den Bericht finden Sie hier.

Das Gießener Sonntags Morgenmagazin brachte am 25.März ebenfalls einen Bericht mit Foto. Den

Artikel finden Sie hier. Den Abschluß bildete der Gießener Anzeiger mit seinem Artikel vom 29.März, den man unter diesem Link finden kann.

Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an
Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an.
Ein Klick auf das Bild zeigt den Beitrag auf Youtube an.

 

 

 

San Juan dej Sur zeigt das Bild einer gut entwickelten Stadt, doch der erste Eindruck trügt.

Straßenzug in San Juan del Sur

 

In der ländlichen Region sind Unterstützungsprojekte bis heute unerlässlich. Bei unseren Besuchen konnten wir uns von den Lebensumständen der Landbevölkerung ohne Strom-versorgung, mit Latrinen und der Wasserversorgung nur aus Brunnen ein eigenes Bild machen. Vor allem blieben dabei Zusammenkünfte in städtischen und ländlichen Schulen, sowie der Einsatz von Wasserfiltern und Ökoöfen vor Ort im Gedächtnis.

Besonders beeindruckend war die Würde, die die Menschen trotz ihrer Armut ausstrahlten.

 

In der ländlichen Region gibt es oft keinen Strom, nur Latrinen und Trinkwasser kommt aus dem Brunnen.
Tiere werden zur eigenen Versorgung gehalten.

 

Das Geld für das einhundertste Projekt seit Bestehen der Partnerschaft wurde in einem feierlichen Akt persönlich übergeben.

Mit dem Titel “Stärkung der Position der Frauen in der Gemeinde San Juan del Sur“ startete eine Seminar- und Workshopreihe des Frauenbüros. Unterstützung kommt zudem von einer Frauenorganisation aus Matagalpa. Die Gemeinde San Juan del Sur trägt den größten Teil der Kosten. Bürgermeisterin Mayra sagte uns: „Frauen stärken heißt das Land weiter zu entwickeln.“

Die Bürgermeisterin Mayra Solís Briceño nimmt die Projektgelder für die Förderung von Frauen aus den Händen von Uwe Koperlik gipanic entgegen. Foto: Martin Zieher

 

Im Centro de Salud oder dem Hospital primario Gaspar Garcia Laviana konnten wir den Einsatz des gespendeten Ultraschallgerätes beobachten. Dabei nutzten wir die Gelegenheit einen Geldbetrag zum Kauf von Wetterschutzkleidung für die Mitarbeiter der Gesundheits-brigaden zu überreichen. Die Kleidung wurde bei Einsätzen um den Tropensturm Nate im letzten Jahr verschlissen und eine entsprechende Anfrage auf Hilfe an den Verein gestellt.

Eingang zum Centro de Salud
Leonel José García Jácamo und Uwe Koperlik "testen" das Ultraschallgerät
Leonel nimmt das Geld für die Wetterschutzkleidung zum Einsatz der Gesundheitsbrigaden in Empfang.

 

Bei der Besichtigung der weiterführenden Schule “Instituto Emanuel Mongalo y Rubio”, der Partnerschule der Integrierten Gesamtschule Buseckertal, konnten wir uns einen Überblick über die gute Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde von Nicaragua“ aus Buseck machen.

Die frühere Schulleiterin und heutige Bürgermeisterin erklärt der Delegation die Funktion des Wasserfilters an der Schule “Instituto Emanuel Mongalo y Rubio” in San Juan del Sur Foto: Martin Zieher
Die Grundschule in La Tortuge ist in einem wesentlich schlechteren Zustand. Durch einen Klick auf das Foto erreicht man eine kurze Dokumentation auf youtube

Die weiterführenden Schulen in den Dörfern La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa werden von gipanic seit 2007 gefördert. Beim Besuch in La Tortuga wurde das Projektgeld für das zweite Schulhalbjahr übergeben. Der Verein bekam für seine langjährige Unterstützung ein Diplom aus der Hand des Lehrers Edgard Antonio Henriquez Maliaños. Edgard ist ein Repräsentant der Organisation Asociación de Mujeres Bahía "Gaspar García Laviana" (AMBAGGL) mit der gipanic seit Beginn der Partnerschaft schon viele Projekte realisierte.

 

Eine kurze Dokumentation zum Schulprojekt findet man hier

Uwe Koperlik nimmt für gipanic das Diplom für langjährige Förderung des Schulunterrichtes entgegen. Edgard Antonio Henriquez Maliaños überreicht die Urkunde in La Tortuga. Foto: Martin Zieher

 

Seit einigen Jahren fördert der Verein den Einsatz von Wasserfiltern und sogenannten Ökoöfen. Bei einem Besuch konnte die Realisierung und der Nutzen der Projekte angeschaut werden. Gemeinsam mit Fundación Tierra wird die Umsetzung durchgefüht. Frau Antonia Mendoza erklärte die Arbeitsweise in einem Haus in La Tortuga.
 

Frau Antonia Mendoza von Fundación Tierra erklärt den Wasserfilter und die notwendigen Wartungsarbeiten. Einmal im Jahr wird die Reinheit des Filters geprüft. Dann stellt sich schnell heraus, wer ihn gut gepflegt hat. Foto: Martin Zieher
Bisherige offene Kochstelle mit starker Rauchentwicklung und schlechtem Brennwert. Foto: Martin Zieher
Bessere Ausnutzung des Holzes und keine Rauchentwicklung im Raum

Neben den bisher aufgeführten Besichtigungen unternahmen wir noch eine Reise in die Region von Rivas um Projekte von Asociación Comunitaria para el Desarollo Integral de Rivas (ACDIR) zu sehen. Hier ging es in erster Linie um den Anbau von Futterbäumen und Viehzucht im Rahmen der Ernährungssicherung. Begleitet wurden wir dabei von Milagros Rivera und Reinhard Ross vom Lüneburger Verein INPN (International Non-Profit Network e.V.). Beide waren im letzten Jahr zu Gast in Gießen.

 

 

Bild von der Homepage der Empresa Portuaria Nacional

In San Juan del Sur standen noch folgende städtische Einrichtungen auf unserem Terminplan:

                            Centros de Desarrollo Infantil CDI (Kindergarten oder Tagesstätte)

                            Casa Materna Municipal (Frauenprojekt für werdende Mütter)

                            der Rohbau einer Tagesklinik zur Unterstützung der Casa Materna

                            Empresa Portuaria Nacional EPN der Hafen mit Anlegern für die  

                            Tenderboote der Kreuzfahrtschiffe sowie

                            die Fabrik zur Fischverarbeitung und Eisherstellung

 

Der Besuch im Hafen ist auf der Homepage von EPN dokumentiert. Mehr findet man hier oder durch einen Klick auf das Bild von EPN oben.

 

10. Januar 2018

 

 

100 Projekte seit 1986

Unsere Sammlung von Projekten hat nun die Nummer 100 seit dem Jahr 1986 erreicht. Das Vorhaben einhundert steht für das Ziel die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken. Gemeinsam mit dem Rathaus in San Juan de Sur wurde ein Vielzahl von Seminaren, Workshops und Schulungen geplant. Unterstützt werden die Maßnahmen durch die Organisation Colectivo de Mujeres Matagalpa (CMM - Frauenkollektiv Matagalpa).

Rathaus San Juan del Sur

Das Frauenbüro im Rathaus hat in den letzten Jahren große Erfolge bei der Aufgabe zur Stärkung der Position der Frauen erzielt. Es besteht allerdings noch die Notwendigkeit auf spezifische Probleme einzugehen, wie beispielsweise die politische Teilhabe, die Thematik der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, sowie weitere Themen der Menschenrechte, Kinderrechte und Jugendrechte. Ein Problem in Nicaragua ist noch immer der Tod von entbindenden Müttern und der neugeborenen Kinder, da oftmals die notwendigen Medikamente fehlen.

 

Schwangere Frauen aus der ländlichen Region von San Juan del Sur wird angeboten, die letzten zwei Wochen vor der Entbindung im „Haus für werdende Mütter“ zu verbringen. Diese Maßnahme dient dazu Schwierigkeiten, die kurz vor der Geburt auftreten können, zu erkennen und zu verhindern. In dieser Zeit werden Kurse zur Einkommensverbesserung für die werdenden Mütter angeboten. Die Themen dieser Kurse sind: Handwerk, Nähen, Erstellen von Piñatas (Dekorierte Figuren).

 

Weiter werden Veranstaltungen für Jugendliche angeboten, wie beispielsweise Umweltthemen, bei denen die Jugendlichen in Wiederaufforstungen und Küstenreinigung eingebunden werden.

 

Speziell für Frauen sind Schulungen in den Themen der Führung, Selbstwertgefühl, Schutz vor häuslicher Gewalt und Workshops zum Thema Kunsthandwerk, sowie Erstellen von Piñatas vorgesehen. Ziel dieser Projekte ist es die reale und effektive Teilnahme der Frauen bei der Entscheidungsfindung zu stärken.

 

Mit dem Colectivo de Mujeres Matagalpa, die schon in der Vergangenheit entsprechende Seminare realisierten ist ein Austausch und die Unterstützung in den Schulungen geplant, wobei es um die Umsetzung des erlernten im täglichen Leben geht.

 

Bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinde San Juan de Sur, der Stadt Gießen, sowie einem Zuschuß aus der Vereinskasse.

 

Weitere Informationen stehen hier

 

Hier findet sich eine Liste aller Projekte seit 1986 in einer Übersicht

10. November 2017

Neue Bürgermeisterin in San Juan del Sur

Foto: Quelle www.el19digital.com

Offiziellen Angaben zufolge hat die Regierungspartei von Präsident Ortega die Kommunalwahlen vom Sonntag mit rund 68 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Beteiligung lag nach Angaben des Wahlrats zwischen 52 und 53 Prozent.

In San Juan del Sur erreichte die FSLN fast 88% der Stimmen.

Hier findet man die Ergebnisse nach Regionen, bis hin zum einzelnen  Wahllokal.

 

Frau Mayra del Socorro Solís Briceño ist die neue Bürgermeisterin und Radall Granja Fajardo wurde neuer Vizebürgermeister von San Juan del Sur.

 

Die Wahlergebnisse haben in verschiedenen Gemeinden Zerwürfnisse und Proteste ausgelöst. Es wurden 5 Tote und 34 Verletzte gezählt. Die FSLN gewann laut Consejo Supremo Electoral (CSE zuständiger Wahlrat) 132 Rathäuser, die PLC 11, Ciudadanos por la Libertad 7 und die ALN 1. Diese drei Parteien haben wie die OAS die Ergebnisse bereits gebilligt. Lediglich die Yatama akzeptierte die Ergebnisse in der Nordkaribik nicht.

 

Link zur Tageszeitung La Prensa in Nicaragua

 

  • Informationen zu geplanten Veranstaltungen finden Sie hier

  • Zu aktuellen Projekten bitte hier klickem.

  • Zu Nachrichten aus Nicaragua oder andere Themen klicken Sie bitte hier.

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