Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
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Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen / San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

Projekte 2018

100 Projekte seit 1986

22. Januar. 2018

STÄRKUNG DER POSITION DER FRAUEN IN DER

GEMEINDE SAN JUAN DEL SUR

Rathaus San Juan del Sur

Das Frauenbüro im Rathaus hat in den letzten Jahren große Erfolge bei der Aufgabe zur Stärkung der Position der Frauen erzielt. Es besteht allerdings noch die Notwendigkeit auf spezifische Probleme einzugehen, wie beispielsweise die politische Teilhabe, die Thematik der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, sowie weitere Themen der Menschenrechte, Kinderrechte und Jugendrechte. Ein Problem in Nicaragua ist noch immer der Tod von entbindenden Müttern und der neugeborenen Kinder, da oftmals die notwendigen Medikamente fehlen.

 

Schwangere Frauen aus der ländlichen Region von San Juan del Sur wird angeboten, die letzten zwei Wochen vor der Entbindung im „Haus für werdende Mütter“ zu verbringen. Diese Maßnahme dient dazu Schwierigkeiten, die kurz vor der Geburt auftreten können, zu erkennen und zu verhindern. In dieser Zeit werden Kurse zur Einkommensverbesserung für die werdenden Mütter angeboten. Die Themen dieser Kurse sind: Handwerk, Nähen, Erstellen von Piñatas (Dekorierte Figuren).

 

Weiter werden Veranstaltungen für Jugendliche angeboten, wie beispielsweise Umweltthemen, bei denen die Jugendlichen in Wiederaufforstungen und Küstenreinigung eingebunden werden.

 

Speziell für Frauen sind Schulungen in den Themen der Führung, Selbstwertgefühl, Schutz vor häuslicher Gewalt und Workshops zum Thema Kunsthandwerk, sowie Erstellen von Piñatas vorgesehen. Ziel dieser Projekte ist es die reale und effektive Teilnahme der Frauen bei der Entscheidungsfindung zu stärken.

 

Mit dem Colectivo de Mujeres Matagalpa, die schon in der Vergangenheit entsprechende Seminare realisierten ist ein Austausch und die Unterstützung in den Schulungen geplant, wobei es um die Umsetzung des erlernten im täglichen Leben geht.

 

Bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Gemeinde San Juan de Sur (7000€), der Stadt Gießen, sowie einem Zuschuß aus der Vereinskasse (insgesamt 6000€).

 

 

 

Hier findet sich eine Liste aller Projekte seit 1986 in einer Übersicht

Übersicht zu den Bestandteilen des Projektes

Finanzierung des 2. Halbjahres der weiterführenden Schulausbildung in den ländlichen Siedlungen La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa

Das Projekt findet in den ländlichen Siedlungen La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa statt. Diese liegen sehr abgelegen ca. 25 km von San Juan del Sur entfernt und sind nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen, die sich zum Teil in sehr schlechtem Zustand befindet. Je nach Witterung dauert eine Fahrt nach La Tortuga zwischen 1,5 und 2 Stunden. Für die Jugendlichen aus diesem Teil des Gemeindegebietes ist es aus finanziellen und transport-technischen Gründen nicht möglich, die weiterführenden Schulen in San Juan del Sur zu besuchen.

Die Schüler und Schülerinnen treffen sich von Montag- bis Freitagabends in der Grundschule in La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa um gemeinsam zu lernen. Sie werden dabei von zwei Betreuern unterstützt. Samstags haben sie Unterricht bei Lehrer*innen verschiedener Fachdisziplinen, die an Schulen in San Juan del Sur tätig sind.

Das Schulprojekt wird von gipanic seit 2007 gefördert.

 

Unser Vorsitzender Uwe Koperlik nimmt eine Dankesurkunde für langjährig geleistete Unterstützung für die Schulen in La Tortuga und Bernardino Diaz Ocho von Edgard Antonio Henriquez Maliaños entgegen.

Unterstützung für das Gesundheitszentrum

Eingang zum Centro de Salud

 

Regenschutzkleidung zur Ausstattung der Gesundheitsbrigaden

Das Gesundheitszentrum, auch genannt Hospital primario Gaspar Garcia Laviana, von San Juan del Sur, wird bei vorbeugenden Maßnahmen, sowie im Katastrophenfall zur Unterstützung und Hilfe der Bevölkerung eingesetzt. Beim letzten Tropensturm Nate im Oktober 2017 wurde die Schutzkleidung beschädigt und unbrauchbar. Viele Bereiche San Juan de Surs liegen in der Region und sind bei schlechten Wetterverhältnissen nur schwer erreichbar. Bäche treten über die Ufer und Dauerregen erschwert die Einsätze. Zum Besseren Schutz der Helfer werden Gummisiefel und Regenmäntel benötigt.

Leonel José García Jácamo nimmt das Geld für die Wetterschutzkleidung zum Einsatz der Gesundheitsbrigaden in Empfang.
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