Städtepartnerschaft Gießen - San Juan del Sur in Nicaragua Unsere Nachbarn vom Pazifik
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Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen / San Juan del Sur und Region in Nicaragua e.V.

Achstattring 30
35396 Gießen

Ein Bericht über die Tätigkeiten und Aufgaben seit 2011 bis 2014

 

Das Frauenbüro hat im Jahr 2011 eine wichtige Rolle im Leben von vielen Bewohnern San Juans gespielt. Diese kamen in das Büro, um Informationen und Beratung in (Menschen-) Rechtsangelegenheiten wie zu politischer Beteiligung, Arbeitsrechten, innerfamiliäre Gewalt und Vaterschaftsangelegenheiten zu bekommen, sowie zu anderen Themen, die im Laufe der Arbeit auftraten.

Ein wichtiger Aufgabenbereich waren die Prozesse zur Wiederherstellung der Kinderrechte, wie der Kampf zur Anerkennung von Vaterschaften und damit verbundenen Alimentezahlungen, sowie durch die politische Beteiligung von Jugendlichen in den sie betreffenden Bereichen.

Ohne Zweifel hat die Allianzbildung mit wichtigen staatlichen Institutionen erheblich zu der erfolgreichen Bearbeitung und Lösung von Fällen beigetragen, wie z.B. mit der staatlichen Ombudsstelle, dem Frauen- und Familienministerium, Gerichten und dem Innenministerium. Eine dauerhafte Rechtsberatung zur Begleitung von Fällen, die vom Frauensekretariat betreut werden ist unabdingbar.

Seit Aufnahme der Arbeit 2010 wurde vermehrt festgestellt, dass Frauen aus ländlichen Gegenden aus Angst selten Fälle von häuslicher Gewalt und Missbrauch von Minderjährigen anzeigen. Nur durch Besuche des Frauensekretariats in den Gemeinden in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, können diese Fälle identifiziert werden und ihnen kann rechtliche Hilfe zukommen.

Im Jahr 2011 haben drei Besuche des Frauensekretariats zusammen mit Rechtsinstitutionen in ländlichen Gemeinden stattgefunden, um ihre Arbeit zu präsentieren und Rechtshilfe und Beratung in Aussicht zu stellen. Daraufhin kamen 25 Frauen aus ländlichen Gebieten zum Frauensekretariat nach San Juan, um Rechtsberatung zu bekommen und ihre Rechte wiederherstellen zu können.

Das Frauenbüro ist 2014 eine lnstanz zur integralen Betreuung von Frauen und ihren Familien. Es arbeitet in enger Koordination m¡t verschiedenen lnstitut¡onen sowie unter direkter E¡nbindung der Frauen und unterbreitet der Lokalregierung Vorschläge zur lmplementierung der Genderpolitik im Gemeíndegebiet. Gleichzeitig bietet das Frauenbüro Raum für Fortb¡ldungen und Unlerstützungen zu Frauen- und Famil¡enrechten. Es fördert damit den Zusammenhalt und die Vermittlung von Werten, unterstützt eine stärkere Beteiligung von Frauen an öffentlichen Mitwirkungs- und Entsche¡dungsprozessen und trägt so zur Verbesserung der familiären Situation, zu sozialen Änderungsprozessen und zur Reduzierung von Armut bei.
Seit seiner Gründung in 2010 hat das das "Kommunale Büro für Frauen und Familie" eine wichtige Rolle im Aufzeigen und Lösen von Mìssständen gespielt. Regelmäßig suchen Bürger/innen das Frauenbüro auf um Hilfe und Beratung für Probleme von Menschenrechtsverletzungen (zum Beispiel politische Mitwirkungsrechte, Arbeitsrechte, Schutz vor häuslicher Gewalt) oder anderer Rechtsverletzungen zu finden.
ln diesem Jahr haben s¡ch d¡e sozialen Verhältnisse in San Juan del Sur auffallend dahingehend verändert, dass sowohl die Fälle häuslicher Gewalt als auch die Anzahl der HIV/AIDs-lnfizierten (davon in der Mehrheit Frauen und Jugendliche) angestiegen sind. Auf Grund dessen hat die Tät¡gke¡t der Frauenbeauftragten e¡ne neue wichtige Richtung eingeschlagen. Das Frauenbüro bietet nun vor allem für Jugendliche und Frauen d¡e Möglichkeit zur Reflexion über die oben genannten Themen an. Dabei sind vor allem die Siedlungen im Fokus, die am weitesten vom Hauptort der Gemeinde entfernt sind.
"ln diesem Jahr haben wir uns  der großen Herausforderung gestellt, viele Kinder vor allem ¡n den ländl¡chen Siedlungen zu registrieren, die - obwohl sie schon älter als ein Jahr waren - von ihren Eltern noch nicht standesamtlich erfasst worden waren. Dies stellt eine Verletzung des Rechtes der K¡nder auf einen Namen und e¡ne Staatsangehörigke¡t dar. D¡e weiter gefestigten Allianzen beispielsweise mit dem kommunalen Ombudsmann, und dem Frauenministerium haben eine w¡chtige Rolle be¡ der Lösung von Fällen, die bei dem Frauenbüro angezeigt wurden, gespielt" so die Bürgermeisterin Rosa Adelina Rivas Mayorga.


Eine weitere sehr bedeutende Person ist in diesem Zusammenhang die Rechtsberaterin des Frauenbüros, die über die Unterstützung aus Gießen finanziert wird. Damit kann eine viel schnellere und bessere Beratung und Begleitung von Frauen während Gerichtsverfahren angeboten werden.


ln 2012 haben durchschnittlich 10 Frauen pro Monat das Frauenbüro aufgesucht, um Beratung und Unterstützung zu suchen. Diese Nachfrage hat sich in 2013 mehr als verdoppelt. Derzeit suchen durchschnittlich über 20 Frauen Rat beim kommunalen Frauenbüro. Diese Zahlen belegen, wie wichtig es ist, die Arbeit des Frauenbüros und dieses Projekt fortzusetzen, welches einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu reduzieren und den familiären Zusammenhalt zu stärken.

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